Im Walzerschritt zum Dreier


27.09.15: ÜSC Wald-Michelbach – Wacker 0:3 (25:27, 20:25, 20:25)

1 – 2 – 3, 1 – 2 – 3, 1 – 2 – 3! Zum Saisonstart im Odenwald schien es so, als habe die Mannschaft die karge Saison-Vorbereitung (fünfmal Training, ein Turnier, ein Testspiel) mit einem intensiven Tanzkurs kompensiert. Immerhin mit einem (tollen) Erfolg! Und das mit dem quasi „letzten“ Aufgebot.

Aus den verschiedensten Gründen (DVV-Männerturnier, Golfturnier, Urlaub, Krankheit) fuhren nur acht Spielerinnen nach Wald-Michelbach, weil auch Christiane morgens gesundheitlich passen musste. Und Trainer theo hatte frei bekommen, um die BSC-Jungs coachen zu können. Sabine würde das schon richten…
Aber auch der ÜSC musste verletzungsbedingt auf eine Spielerin verzichten, was uns zugute kam – auf seine hervorragende Zuspielerin. Und der blutjungen Mannschaft setzten wir unsere Routine entgegen. Nachdem wir vier und kurz darauf drei Punkte in Folge kassierten, sorgte Annika am Aufschlag nach dem 5:8 für die 10:8-Führung. Und nach dem 11:13 legten Chris und Kerstin mit je vier Angaben eine „beruhigende“ Führung vor. Bei 23:18 verfiel die Mannschaft in ein Komplett-Koma, und die Gastgeberinnen hatten bei 24:23 und 25:24 zwei Satzbälle. Zum Glück machte es zumindest bei Dani wieder „klick“ – und sie ballerte drei unretournierbare Aufschläge übers Netz zum 27:25-Satzgewinn.

Der uns Sicherheit gab, während es der ÜSC mit Umstellungen versuchte. Vergeblich. Denn nun klappte bei uns der „Walzer-Rhythmus“. Zweimal Inge und Chris in Satz zwei sowie Dani, Gabi, Sabine und Annika in Satz vier verbuchten jeweils drei Punkte bei ihren Aufschlägen. Wobei der ÜSC in Satz zwei von den Punkten 14 bis 18 und in Satz drei von 15 bis 20 KEINEN (!) Punkt bei eigenem Aufschlag machten. Kompliment, Mädels! „Ausrutscher“ genehmigten sich Edith (im 2.) und Dani (im 3.) mit vier Angabepunkten – sie tanzen den Walzer halt etwas langsamer (4/4-Takt?). Super bekam es Coach Sabine hin, dass Dani auch in Satz zwei beim Satzball an die Angabe kam und dann – natürlich – den Satz zumachte. Ein Punktgewinn war uns somit sicher!!

In Satz drei gab Gabi ihr Debüt, sie kam für die gesundheitlich leicht angeschlagene Kerstin. Aber an ihr lag es nicht, dass wir schnell 1:6 (Auszeit) zurücklagen, und bei 2:9 wechselte sich Sabine für die etwas keuchende Inge ein (sie kennt ja die Bänke in der Wald-Michelbacher Halle…). Prompt funktionierte die Annahme, und mit den erwähnten Dreierschritten holten wir Punkt um Punkt auf. Diesmal durfte zum Einstand Gabi den Matchball servieren – mit Erfolg!

So feierten wir einen nicht erwarteten Dreier, trotz einiger phonetischer Missverständnisse (wenn man bei „nicht so weit raus auf die IV!“ das „so weit raus“ überhört).

Es spielten: Inge Baierlein, Sabine Cölsch, Danielle Grigoteit-Pippardt, Gabi Keim-von Deesen, Annika Koch, Kerstin Kremeier-Falk, Christina Plaka, Edith Thissen